Raúl und Díaz-Canel leiteten den politisch-kulturellen Festakt zum 100. Geburtstag des Comandante en Jefe sowie die Abschlussveranstaltung des I. Internationalen Kolloquiums „Fidel: Vermächtnis und Zukunft“.
An der Seite Raúls, der diesen Tag mit der unvergleichlichen Zuneigung eines leiblichen Bruders und dem unendlichen Stolz eines Kampfgefährten feierte, stand auch der Erste Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei und Präsident der Republik, Miguel Díaz-Canel Bermúdez, an der Spitze der Feierlichkeiten.
Im Karl-Marx-Theater, dem Schauplatz des feierlichen politisch-kulturellen Festakts zum 100. Geburtstag des Comandante en Jefe und zum Abschluss des I. Internationalen Kolloquiums „Fidel: Vermächtnis und Zukunft“, war als besonderer Gast auch der Kommandant der Rebellenarmee José Ramón Machado Ventura anwesend.
Darüber hinaus nahmen Mitglieder des Politbüros und des Sekretariats des Zentralkomitees, weitere führende Vertreter der Partei, des Staates und der Regierung, Vertreter politischer Organisationen, Massen- und gesellschaftlicher Organisationen, die obersten Verantwortlichen des Innenministeriums und der Revolutionären Streitkräfte, die Familie des Comandante en Jefe sowie enge Weggefährten teil.
Um Fidels Weiterleben zu feiern, lebendiger denn je, kamen als Vertreter des kubanischen Volkes auch Persönlichkeiten aus Kultur, Sport, Wissenschaft und Gesundheitswesen, Akademiker, Juristen, Diplomaten, Bauern, Mitglieder der Komitees zur Verteidigung der Revolution, Mitglieder des Frauenverbandes sowie junge Menschen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen zusammen.
Ebenfalls anwesend waren die Delegierten des Kolloquiums, das seit dem 10. August in Havanna stattgefunden und Freunde aus 63 Ländern zusammengebracht hatte. Sie waren die Ersten, die ein kraftvolles „Fidel, Fidel“ anstimmten, dem ein „Man hört es, man spürt es, Fidel ist gegenwärtig“ folgte. Und tatsächlich ist er es, vervielfacht in den Menschen, in seinen Ideen, zur Revolution geworden, seinem größten Werk.
In seiner zentralen Rede bei dem Festakt ließ Präsident Díaz-Canel Fidels erfülltes Leben Revue passieren. Es ist der hundertste Geburtstag eines Kämpfers, sagte er, „eines Rebellen, eines Streiters, eines Gerechten Kubas, Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und der Karibik. Eines Gerechten der Menschheit.“
Er hob die erfolgreiche Durchführung des Kolloquiums inmitten der Härte der brutalen imperialen Blockade hervor, würdigte die Männer und Frauen, die alle Hindernisse überwunden hatten, um Kuba in dieser entscheidenden Stunde zur Seite zu stehen, und erwähnte mit besonderer Ergriffenheit die jungen Menschen, die er als die Generation des hundertsten Geburtstags Fidels bezeichnete.
„Fidel gehört nicht nur Kuba. Fidel gehört allen Revolutionären der Welt, die sein Werk bewundern und seine Ideen teilen. Fidel gehört der gesamten Menschheit“, erklärte Díaz-Canel. Fidelista zu sein, versicherte er, bedeute, sich als beständige antiimperialistische Kämpfer und als Kämpfer gegen alle Ungerechtigkeiten der Welt zu verstehen.
Von Fidel haben wir gelernt, erinnerte das Staatsoberhaupt, dass stets drei unverzichtbare Prinzipien bewahrt werden müssen: die Unabhängigkeit des Landes, die Revolution (…) sowie die Werte und Errungenschaften, für die der Sozialismus steht. In diese Richtung gehen auch die eingeleiteten wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen.
„Wenn die Historiker der Zukunft in der Zeit zurückblicken und nach Fidel Castro Ruz suchen, werden sie nicht mehr nur einen einzelnen Menschen sehen“, betonte der Präsident.
Sie werden Millionen Menschen sehen, die, inspiriert von seinem beispielhaften Leben, sich mit der Standhaftigkeit, die dieses Volk bewiesen hat, einen Platz in der Geschichte erkämpft haben.
DAS VERMÄCHTNIS EINES MANNES, DER EIN LAND VERKÖRPERT
Es waren die Kinder, die Fidel die schönste aller Ehrungen erwiesen, Fidel, der ein ganzes Land ist, unerschöpflich in seinem Wirken, Inspiration für die Gegenwart, Leuchtspurgeschoss der Zukunft.
Die Kindertheatergruppe La Colmenita suchte erneut nach dem Wesentlichen, wie es nur Kinder vermögen, und schenkte uns ein Werk, das das Vermächtnis eines Mannes zusammenfasste: Sport als Recht des Volkes; die Wissenschaft als das, was notwendigerweise die Zukunft des Vaterlandes sein musste; und die Helden, jene, die der Würde ein Gesicht verleihen.
Die Bühne verwandelte sich in ein Lager der Pionier-Pfadfinder, einen Ort, dem der Comandante wegen seines Nutzens stets besondere Bedeutung beimaß. Und sie erwachte zum Leben zwischen Sportgrößen wie Ana Fidelia oder Pedro Luis Lazo, zwischen Wissenschaftlern wie Jorge Berlanga oder Belinda Sánchez, zwischen Helden wie Antonio oder Gerardo und auch Elián, für die Kuba unter Fidels Führung harte Kämpfe führte. Und gemeinsam mit Raúl siegte.
Durch Antonios Stimme hörten wir jenen wunderschönen Text Eduardo Galeanos, der das menschliche Leben als „ein Meer kleiner Feuer“ beschreibt. Denn Fidel, um den Autor zu paraphrasieren, „brannte mit solcher Leidenschaft für das Leben, dass man ihn nicht ansehen kann, ohne zu blinzeln“, und wer ihm heute wie gestern nahekommt, fängt Feuer.
Martís Worte, gesprochen von Belinda, passten dem Comandante wie maßgeschneidert, der zweifellos der beste Schüler des Apostels war. „Wenn ich vor diesem Augenblick zu etwas nütze war, erinnere ich mich nicht mehr daran: Was ich will, ist, noch mehr zu dienen“, sagte der Nationalheld, und in jedem dieser Worte fand Fidel seinen Platz, der weiterhin unsere Träume von Gerechtigkeit für Kuba und die Welt anführen wird.
Bei keiner Beschreibung des Comandante und seines unermesslichen Wirkens fehlte jenes wunderbare Wort, das Kuba gemeinsam mit ihm zu seinem Banner machte: Solidarität. Denn von Fidel haben wir gelernt, das zu teilen, was wir haben. Unter dieser Prämisse ist eine kleine Nation der Karibik im Namen des Lebens bis in die entlegensten Winkel gelangt, während andere nur den Tod bringen.
Kuba versteht es besser als jeder andere: aufrecht zu bleiben, mit erhobenem Haupt und ausgestreckter Hand, um zu helfen. Das ist Fidels Kuba, das weiterhin das Wunder vollbringt, das, indem es sich selbst rettet, andere rettet.
Als Bezwinger des Unmöglichen war der Comandante ein Don Quijote, und so beschrieben ihn die jungen Künstler. Katiuska Blanco, Schriftstellerin und Journalistin, erzählte Episoden aus der Kindheit des Führers in Birán. Schon damals wusste man „aus welchem Holz er geschnitzt war“ und erkannte seine Fähigkeit, „das Buch seines Lebens mit glänzenden Seiten zu füllen“.
Darüber, wie man den heutigen Herausforderungen mit Kreativität, Einheit und Intelligenz begegnen kann, über die Mauer, die die Blockade darstellt, die schlimmste von allen, aber nicht stärker als der Wille zum Sieg, sprach La Colmenita. Diese Überzeugung entspringt, wie auch der Armeegeneral uns mahnte, „der fortwährenden Lehre Fidels“, dessen Vermächtnis, wie das Kolloquium erneut bekräftigte, weiterhin der präziseste Kompass ist.
Die unvergängliche Freundschaft zwischen Chávez und Fidel war ein weiterer Lichtblitz aus hundert Jahren Geschichte. Aus der Anekdote, die mit der Stimme des bolivarischen Führers erzählt wurde, ging eine Lehre hervor: Die außergewöhnliche Persönlichkeit des Comandante en Jefe ließ niemanden gleichgültig.
Wie gewohnt bildeten kubanische Poesie und Musik den roten Faden der gesamten Inszenierung. Ergreifend erklang die Melodie der Hymne des 26. Juli, dort, wo Fidel, Raúl und die anderen Kämpfer von Moncada es verstanden, eine Niederlage in einen Sieg zu verwandeln, ebenso wie die Töne der Nationalhymne, die uns weiterhin zum Kampf rufen, heute angesichts von Bedrohungen, und uns erneut daran erinnern, dass „für das Vaterland zu sterben bedeutet zu leben“.
Um seinen Hundertsten zu feiern, kam der „Caballo“ im Galopp und öffnete, wie der Dichter sagen würde, die großen Tore der Geschichte. Der gesamte Saal sang ihm „Happy Birthday“, so wie es Kuba tat, das sein großes Zuhause ist, angeführt von Raúl, der gemeinsam mit Fidel Protagonist zahlloser ruhmreicher Seiten war.
Als der Vorhang fiel, erschallte laut: „Ich bin Fidel“, „Kuba ist nicht allein“, und das Theater brach in Applaus aus. Zweifelt etwa jemand daran, dass Fidel lebt?
Yudy Castro Morales ist eine bekannte kubanische Journalistin, die vor allem durch ihre Arbeit für das offizielle Staatsmedium Granma bekannt ist.
Quelle: https://www.granma.cu/cien-con-fidel/2026-08-13/cuba-celebro-los-cien-de-fidel-el-caballo-13-08-2026-20-08-42
Titelbild: Fidel Castro bei einer Kundgebung zum 1. Mai 2005 in Havanna, Kuba. Quelle: Volker Hüttig (Vandrad) / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0).
Aus dem Kubanischen übersetzt durch Berlin 24/7.
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