Während deutsche Medien ständig behaupten, Russland sei international isoliert, haben sich letzte Woche viele wichtige Politiker aus arabischen und islamischen Staaten, die wegen Trumps Drohungen gegen den Iran und wegen der Rolle arabischer Staaten bei den Ukraine-Verhandlungen derzeit wichtige Rollen spielen, in Russland buchstäblich die Klinke in die Hand gegeben. Das russische Fernsehen hat in seinem wöchentlichen Nachrichtenrückblick über diese Treffen berichtet und weil deutsche Medien darüber praktisch nicht berichtet haben, habe ich den russischen Beitrag übersetzt.
Beginn der Übersetzung:
Russland steht im Zentrum der weltweiten Verhandlungen
Eine weitere angespannte Woche. Die Prozesse der Weltpolitik laufen auf Hochtouren. Die Spannungen nehmen auf fast allen Kontinenten zu.
Am Montag beendete eine US-Flugzeugträgerkampfgruppe ihre einwöchige Fahrt vom Südchinesischen Meer in den Persischen Golf und bezog Stellung vor der iranischen Küste. Die Armada, angeführt vom Flugzeugträger USS Abraham Lincoln, umfasst mehrere Zerstörer und U-Boote, die mit Tomahawk-Marschflugkörpern bewaffnet sind. Der Träger führt Dutzende Kampfflugzeuge der Typen F-35 und F/A-18 mit. Die USA haben 36 F-15-Kampfflugzeuge und schweres Gerät nach Jordanien gebracht. Der Iran antwortete, dass er unter diesen Umständen nicht mit den USA verhandeln wolle und bereit sei, auf militärische Aggression zu reagieren.
Unter diesen Umständen empfing Wladimir Putin am Freitagabend im Kreml Ali Larijani, den Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates des Iran. Larijani war zu einem Besuch in Russland. Die Informationen über das Treffen sind äußerst spärlich, doch allein die Tatsache des Treffens deutet darauf hin, dass Moskau die wachsenden Spannungen um den Iran genau beobachtet und dass und das Thema nicht gleichgültig gegenübersteht.
Unterdessen sendet Amerika das Signal „Bereitmachen!“ auch schon an Kuba. Das Weiße Haus hat wegen einer angeblich akuten Bedrohung durch Kuba sogar den nationalen Notstand ausgerufen. Donald Trumps Dekret verhängt eine Ölblockade gegen die Insel und Ländern, die Kuba mit Öl und Erdölprodukten beliefern, drohen Zölle.
Angesichts all dessen reagiert Europa, von dem Trump Grönland mit seinen zwei Millionen Quadratkilometer Land annektieren will, asymmetrisch und steuert auf den wirtschaftlichen Selbstmord zu. Am Montag beschloss der EU-Rat ein vollständiges Verbot russischer Gaslieferungen bis 2027, sowohl von Flüssiggas als auch von Pipelinegas.
Russland steht im Zentrum der weltweiten Verhandlungen.
Am Donnerstag traf Mohammed bin Zayed Al Nahyan, der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, der eine besondere Beziehungen zum russischen Präsidenten hat, zu einem offiziellen Besuch ein. Er wurde mit einem prunkvollen Empfang begrüßt, mit rotem Teppich und Ehrenwache schon am Flugzeug und entlang der Route seines Autokorsos waren Plakate mit seinem Porträt zu sehen.
Das war eine dankbare Antwort auf den herzlichen Empfang, den Wladimir Putin vor zwei Jahren in Abu Dhabi erfahren hatte. Damals säumten Soldaten zu Pferde und sogar auf Kamelen die Straße. Putins Ankunft wurde von Artilleriefeuer begleitet und Kampfjets tauchten den Himmel in die Farben der russischen Flagge.
Dieses Mal begrüßte Wladimir Putin Mohammed bin Zayed Al Nahyan im Zentrum der St.-Georgs-Halle im Kreml mit den Worten: „Eure Hoheit, lieber Freund, ich freue mich, Sie wieder in Moskau zu sehen!“
Mohammed bin Zayed Al Nahyan antwortete Putin: „Mein lieber Bruder, Herr Präsident, erlauben Sie mir, Ihnen meine Freude über das Wiedersehen auszudrücken und Ihnen nochmals herzlich für Ihren herzlichen Empfang und Ihre Gastfreundschaft zu danken.“
Wladimir Putin betonte die besondere Rolle der Vereinigten Arabischen Emirate bei der Lösung des Ukraine-Konflikts, da die Verhandlungen zwischen den Delegationen aus Russland, der Ukraine und den USA in Abu Dhabi stattfinden: „Ich möchte insbesondere die Bemühungen der VAE im Kontext der Ukraine-Krise hervorheben. Ihren Beitrag zum Gefangenenaustausch und ihre Unterstützung bei der Organisation von Kontakten in verschiedenen Formen in den VAE wissen wir sehr zu schätzen, Eure Hoheit. Wir danken Ihnen persönlich für die Ermöglichung der trilateralen Gespräche der Arbeitsgruppe zum Thema Sicherheit in Abu Dhabi in der vergangenen Woche und für die Aufmerksamkeit, die Sie unserer Delegation entgegengebracht haben.“
Einen Tag vorher war der syrische Präsident Ahmed al-Sharaa zu einem Arbeitsbesuch im Kreml. Trotz des Machtwechsels in Syrien sind die bilateralen Beziehungen zwischen den Ländern nicht nur ununterbrochen, sondern haben sehr hoffnungsvolle Zukunftsaussichten. Auch über die Frage unserer Militärbasen in Syrien wurde gesprochen.
Und am Montag traf ein weiterer wichtiger Gast aus dem Osten in St. Petersburg ein. Wladimir Putin empfing Sultan Ibrahim, den Regierungschef von Malaysia, im Zarenpalast, in dem heute das Museum Eremitage ist. Die beiden Staatsmänner besichtigten die Ausstellungsstücke des Museums und setzten ihre Gespräche bei einem Arbeitsfrühstück fort.
Ende der Übersetzung
