Deutsche Medien wie der Spiegel berichten in aller Ausführlichkeit über den Brand in einer schweizer Disco, bei dem in der Neujahrsnacht nach aktuellem Stand 40 Menschen gestorben sind und etwa 155 teilweise schwer verletzt wurden. Dem Spiegel beispielsweise war das Unglück zum jetzigen Zeitpunkt mehr als zwölf Artikel in weniger als zwei Tagen wert.
Dass in der gleichen Nacht ebenfalls bei einer Neujahrsfeier im zu Russland gehörenden Gebiet Cherson bei Explosionen und einem Brand in einem Café mindestens 27 Menschen, darunter zwei Kinder, getötet und weitere 31, darunter fünf Kinder, verletzt wurden, ist dem Spiegel hingegen keine einzige Meldung wert.
Das ist auch kein Wunder, denn das Unglück im Gebiet Cherson war nicht etwa ein Unfall oder die Folge von russischem Beschuss, was dem Spiegel sicherlich ebenso viele Artikel wert gewesen wäre, wie das Unglück in der Schweiz, sondern es war die Ukraine, die das Café im Gebiet Cherson mit drei Drohnen angegriffen hat, von denen zwei mit Splitterbomben und eine mit einem brennbaren Gemisch bestückt war, um das gezielte Massaker an Zivilisten noch „effektiver“ zu machen.
Zeugenaussagen zufolge verfehlte die erste Drohne ihr Ziel und schlug neben dem Café ein. Die zweite, mit einem Sprengsatz und Kartätschen bestückt, traf ihr Ziel und und die Menschen in dem Café wurden von den Splittern buchstäblich durchsiebt. Die dritte Drohne, beladen mit der extrem brennbaren Mischung, schlug als letzte ein, wobei die Temperatur des Feuers so hoch war, dass viele Opfer bis zur Unkenntlichkeit verbrannt sind. Die Identifizierung der Opfer gestaltet sich daher schwierig, denn oft lässt sich bei den Überresten nur anhand ihrer Größe erkennen, ob das Opfer ein Kind oder ein Erwachsener war.
Da die dort stationierten russischen Soldaten sich oft mit der Zivilbevölkerung anfreunden, wie ich selbst erlebt habe, können die Behörden zwar nicht ausschließen, dass bei der Feier auch Soldaten in dem Café waren, aber aus den Aussagen der Überlebenden, die befragt wurden, geht hervor, dass das eine private Feier der dort lebenden Zivilisten war und dass dort keine hochrangigen Offiziere waren, sondern bestenfalls einzelne Soldaten, die von den Bewohnern eingeladen waren und die nicht dienstlich, sondern privat dort waren.
Aber davon sollen die Menschen in Deutschland nichts erfahren, denn die deutschen Medien verschweigen diesen ukrainischen Terrorangriff genauso, wie sie in der Vergangenheit andere ukrainische Terrorangriffe auf Zivilisten verschwiegen haben.
Dieser Angriff zeigt aber auch, wie die ukrainische Führung zu den Menschen steht, die sie als Ukrainer bezeichnet, deren Heimat angeblich gegen ihren Willen von Russland besetzt wurde, und die angeblich so brutal von Russland unterdrückt werden. Immerhin war das eine private Neujahrsfeier der dortige Zivilisten, die die Ukraine gezielt bombardiert hat. Welches Land beschießt die eigenen Landsleute, die es doch angeblich von der Besatzung durch ein Feindesland befreien will?
Hinzu kommt, dass Silvester aufgrund der gemeinsamen sowjetischen Vergangenheit sowohl für Ukrainer als auch für Russen das wichtigste Fest des Jahres ist, denn die Sowjets haben in ihrem Kampf gegen Religionen das Weihnachtsfest mit Weihnachtsmann und Geschenken auf Silvester verlegt, weshalb Silvester für Russen und Ukraine das wichtigste Fest des Jahres ist, bei dem Weihnachten und Silvester buchstäblich auf einen Tag fallen.
Ob die deutschen Medien den Angriff wohl auch so konsequent verschweigen würden, wenn statt der Ukraine Russland eine Neujahrsfeier in einem ukrainischen Café gezielt mit drei Drohnen bombardiert hätte, um möglichst viele Zivilisten, also auch Frauen und Kinder abzuschlachten?
