POLITIK

Reaktion des Westens auf den Sieg der Linken bei den Parlamentswahlen in Frankreich

2024-07-08 Druschba F. 59
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Eine "Erleichterung" und "das Schlimmste wurde vermieden": So wurden die Ergebnisse der französischen Parlamentswahlen in den europäischen Ländern bezeichnet. Die Politiker halten den dritten Platz der Rechten mit Marine Le Pen an der Spitze für ein positives Ergebnis.

 

Die Ergebnisse der zweiten Runde der französischen Parlamentswahlen hat man im Westen mit Erleichterung empfunden, es werden jedoch die Schwierigkeiten anerkannt, die das Land erwarten, so Reuters. Die Agentur hat die Reaktion der westlichen Staaten auf die Ergebnisse der Wahlen in der Republik gesammelt.

Gemäß den Informationen des Innenministeriums bekam die Koalition der Linken "Nouveau Front populaire", zu der auch die Partei "La France insoumise" (dt. "Unbeugsames Frankreich") von Jean-Luc Mélenchon gehört, 182 Plätze; die Präsidentenkoalition "Ensemble!" (dt. "Zusammen!") bekam 168 Plätze; die rechte Koalition mit "Rassemblement National" von Marine Le Pen an der Spitze bekam 143 Plätze. Eine EU-Amtsperson, die mit Reuters-Agentur anonym sprach, sagte, dass diese politische Konstellation für Frankreich eine "riesengroße Erleichterung" sei. "Was das für Europa tagtäglich bedeutet, muss noch herausgefunden werden", fügte sie hinzu.

 

"Das Schlimmste wurde vermieden. Der Präsident [Emmanuel Macron] ist politisch geschwächt, er behält aber angesichts unklarer Mehrheitsverhältnisse eine zentrale Rolle. Die Bildung der Regierung wird schwierig sein", sagte der außenpolitische SPD-Fraktionssprecher Nils Schmid den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

 

"Paris ist begeistert, Moskau ist enttäuscht, in Kiew ist man erleichtert. Das ist ausreichend, um in Warschau glücklich zu sein", sagte der polnische Ministerpräsident Donald Tusk bei "X".

Den Linken hat die Partei des spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez gratuliert, dabei wurde betont, dass die Ultrarechten somit "die Regierung nicht erreichen" konnten.

 

Die Rechten mit Marine Le Pen an der Spitze konnten bei den EU-Parlamentswahlen in Frankreich den Sieg erringen, was Macron zur Durchführung von vorgezogenen Parlamentswahlen veranlasst hat. Bei der ersten Wahlrunde war "Rassemblement National" auch auf dem ersten Platz.

Nach der Auswertung von Wahlergebnissen der zweiten Runde kam es in Frankreich zu Demonstrationen von Mitläufern unterschiedlicher politischer Parteien, manche von denen führten zu Auseinandersetzungen mit der Polizei und Festnahmen.

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